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Was HPL-Tischplatten in der Gastronomie auszeichnet

HPL steht für High Pressure Laminate: Mehrere harzgetränkte Schichten werden unter hohem Druck zu einem dichten, widerstandsfähigen Material verpresst. HPL-Tischplatten sind damit eine pflegeorientierte Lösung für Gastronomiebetriebe, in denen Oberflächen häufig gereinigt und täglich stark beansprucht werden.

Im aktuellen GGM Sortiment finden sich vor allem HPL-Compact-Platten mit durchgehendem Vollkern und einer schlanken Stärke von etwa 12 mm. Sie grenzen sich von melaminbeschichteten Platten mit Holzwerkstoffträger und von pflegeintensiveren Massivholzplatten ab. Für Terrasse und Freisitz sollte dennoch ausschließlich ein Modell gewählt werden, das ausdrücklich für den Außenbereich ausgewiesen ist.

Formate und Dekore für ein klares Raumkonzept

Quadratische Formate wie 50 x 50 oder 60 x 60 cm eignen sich für kleine Caféplätze, schnelle Belegung und flexible Zweiergruppen. Runde Platten mit 60 oder 70 cm Durchmesser erleichtern die Bewegung in Nischen, an Fensterbereichen oder neben stärker frequentierten Laufwegen, weil keine Ecken in den Durchgang ragen. Rechteckige 120 x 70 cm große Platten schaffen mehr Stellfläche für vollständige Gedecke; größere Formate können Gruppenbereiche oder lange Tischachsen unterstützen.

Auch das Dekor verändert die Raumwirkung. Eiche, Sheesham oder rustikale Kiefer bringen eine warme, zugängliche Anmutung in Bistro und Restaurant. Beton, Anthrazit sowie schwarze oder weiße Marmoroptiken wirken sachlicher und passen zu modernen Bar-, Terrassen- oder Hotelkonzepten. Wiederkehrende Formate und Dekore erleichtern die Zonierung und lassen sich mit passenden Gastro-Stühlen zu einem konsistenten Gesamtbild verbinden.

Alltagstauglichkeit, Pflege und sichere Montage

Im Betriebsalltag zählen eine gut erreichbare Oberfläche, belastbare Kanten und ein schneller Reset zwischen zwei Belegungen. HPL verträgt häufiges Wischen und ist bei geeigneter Ausführung unempfindlich gegenüber vielen typischen Flecken und kurzzeitiger Feuchtigkeit. Kaffee, Wein, Fett oder Saucen sollten trotzdem zeitnah entfernt werden. Milde Reinigungsmittel und weiche Tücher schonen Oberfläche und Dekor; scheuernde Schwämme oder aggressive Chemie können sichtbare Spuren verursachen. Für heiße Servierteile bleiben Untersetzer eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.

Die Platte muss zum Unterbau passen. Prüfen Sie bei Tischgestellen die freigegebene Plattengröße, die Position und Abmessung der Befestigungsplatte, die Standfläche sowie die zulässige Schraubenlänge. Mehrere HPL-Compact-Platten von GGM werden ohne Vorbohrung geliefert, damit sie auf unterschiedliche Gestelle abgestimmt werden können. Gerade bei großen rechteckigen oder runden Platten sind ausreichende Unterstützung und ein standsicherer Fuß wichtig, damit Überhänge, Beinfreiheit und Kippstabilität zusammenpassen.

Vier Kriterien für die Auswahl

Form und Proportion bestimmen Sitzplatzzahl, Geschirrfläche und Bewegungsraum. Kleine quadratische Platten fördern flexible Zweierplätze, während 120 x 70 cm für umfangreichere Bestellungen oder vier Gedecke mehr Reserve bietet.

Standort und Ausführung müssen zusammenpassen. Innenplatten gehören nicht automatisch auf die Terrasse; für Regen, UV-Einwirkung und Temperaturschwankungen sind ausdrücklich geeignete Outdoor-Tischplatten zu wählen.

Dekor und Oberflächenwirkung sollten unter dem tatsächlichen Licht geprüft werden. Helle Steinoptiken können kleine Räume offener wirken lassen, dunkle Dekore setzen ruhigere Zonen deutlicher ab.

Gestellkompatibilität entscheidet über Stabilität. Je größer Platte und Überhang, desto wichtiger sind passende Auflage, Fußgeometrie und fachgerechte Befestigung.

Quick-Check

  • Format an typische Bestellungen und Gruppengrößen anpassen
  • Außeneignung des konkreten Modells kontrollieren
  • Dekor bei Lunch- und Abendlicht beurteilen
  • Gestellaufnahme, Schraubenlänge und Standfläche abgleichen
  • Reinigungsmittel an einer unauffälligen Stelle testen

Kombination, Ablauf und wirtschaftliche Wirkung

HPL-Tischplatten lassen sich mit festen oder klappbaren Gestellen zu unterschiedlichen Tischsystemen aufbauen. Für häufig wechselnde Gruppen kann ein Raster aus kleinen Platten und kombinierbaren Bistro-Tischen die Umstellung erleichtern. Dabei müssen Stuhlrücken, Servicewege und Durchgänge frei bleiben; zusätzliche Sitzplätze sind nur sinnvoll, wenn Personal und Gäste den Raum ohne Engstellen nutzen können.

Eine gepflegte, stabile und zum Konzept passende Tischoberfläche unterstützt den Eindruck von Sauberkeit und Verlässlichkeit. Das kann die Aufenthaltsqualität, Nachbestellungen und Wiederkehr positiv beeinflussen, während pflegeleichte Flächen den Reinigungsaufwand und die Zeit bis zur nächsten Belegung reduzieren können. Entscheidend ist die abgestimmte Kombination aus Platte, Gestell, Format und Standort.

HPL-Tischplatten sind besonders sinnvoll, wenn hohe Nutzungsfrequenz, klare Pflegeabläufe und vielseitige Dekore zusammenkommen sollen. Wählen Sie nicht nur nach Optik, sondern nach Einsatzort, Tischgröße und Montagesituation.